Monday, 24 June 2013
Facebook sperrt Seiten von Femen-Aktivistinnen
Geht es nach Facebook, dann hat Nacktheit keine Chance. Denn zu viel bare Haut wird von den Richtlinien des weltgrößten sozialen Netzwerks untersagt. Dies bekamen nun auch die Aktivistinnen von Femen zu spüren.
Denn Facebook sperrte zwei Seiten der Frauenrechtlerinnen – den Hauptaccount und jenen für die französische Gruppe. Die offizielle Begründung: Auf den Seiten wäre Pornographie enthalten gewesen.
Wenig überraschend folgte der Sperrung Entrüstung. "Dann haltet ihr also Bilder einer weiblichen Brust für Pornographie?", fragt Femen Germany, ebenfalls auf Facebook. Ist das euer Ernst? Facebook, du machst dich damit nur lächerlich!". Am deutschen Facebookauftritt werden allerdings Brustwarzen per Weichzeichnungseffekt zensuriert, um eben diesen Regeln genüge zu tun. Der französische Auftritt wurde mittlerweile offenbar neu gegründet.
Das letzte Kapitel vor Femen schrieb die Kanadierin Inga Duncan Thornell. Aufgrund von Brustkrebs ließ sie sich Anfang des letzten Jahrzehnts beide Brüste entfernen und ihren Oberkörper als Erinnerung tätowieren. Die Seite Custom Tattoo Design lud vergangenen November ein Foto der Körperkunst hoch, um anderen Krebs-Betroffenen Beistand zu spenden.
Die Proteste gegen diesen Umgang zeigten aber nun Wirkung. Mitte Juni nahm Facebook offiziell eine Änderung der Richtlinien vor. Das Netzwerk erkennt nun an, dass derlei Aufnahmen einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung in Sachen Brustkrebs darstellen und erlaubt daher ihre Veröffentlichung.
Original-Artikel auf webstandard.at
foto: femen germany
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